Allgemeine Geschäftsbedingungen
für die Nutzung des Dienstes „PPTX Presenter“
store Anbieter
Carlbergergasse 105/4/58
1230 Wien, Österreich
E-Mail: kontakt@automagisch.at
Web: www.automagisch.at
Stand: 22.07.2026
description § 1 Geltungsbereich
- Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) gelten für alle Verträge über die Nutzung des Software-as-a-Service-Angebots „PPTX Presenter“ (nachfolgend „Dienst“), abrufbar unter presenter.automagisch.at, zwischen automagisch (nachfolgend „Anbieter“) und den Nutzerinnen und Nutzern des Dienstes (nachfolgend „Nutzer“).
- Der Dienst richtet sich primär an Unternehmer im Sinne des § 1 UGB bzw. § 1 KSchG („B2B“). Er steht jedoch auch Verbrauchern im Sinne des § 1 Abs 1 Z 2 KSchG offen. Soweit einzelne Bestimmungen dieser AGB nur für Verbraucher oder nur für Unternehmer gelten, ist dies ausdrücklich angeführt. Zwingende Bestimmungen des Konsumentenschutzgesetzes (KSchG), des Fern- und Auswärtsgeschäfte-Gesetzes (FAGG) und des Verbrauchergewährleistungsgesetzes (VGG) bleiben gegenüber Verbrauchern unberührt.
- Entgegenstehende oder abweichende Geschäftsbedingungen des Nutzers werden nicht Vertragsbestandteil, auch wenn der Anbieter ihnen nicht ausdrücklich widerspricht.
- Maßgeblich ist die jeweils zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses gültige Fassung dieser AGB.
smart_toy § 2 Leistungsbeschreibung
- Der Dienst ermöglicht es Nutzern, PowerPoint-Dateien (Dateiformat PPTX) hochzuladen und daraus mithilfe künstlicher Intelligenz (KI) automatisiert präsentierte Fassungen (z. B. vertonte bzw. automatisch vorgetragene Präsentationen) zu erzeugen (nachfolgend „Generierung“).
- Der Dienst wird als Web-Anwendung über das Internet bereitgestellt (Software as a Service). Der Nutzer erhält keine Kopie der Software; Gegenstand des Vertrags ist ausschließlich die Nutzung über das Internet, solange das Nutzerkonto besteht.
- Der konkrete Funktionsumfang ergibt sich aus der Leistungsbeschreibung auf der Website zum Zeitpunkt der Bestellung. Der Anbieter ist berechtigt, den Dienst weiterzuentwickeln und zu verändern, sofern der vertraglich vereinbarte Kernfunktionsumfang (Generierung präsentierter Fassungen aus PPTX-Dateien im Rahmen des erworbenen Token-Guthabens) erhalten bleibt. Gegenüber Verbrauchern gelten für Änderungen der digitalen Leistung die Voraussetzungen des § 27 VGG.
- KI-Hinweis: Die Generierung erfolgt durch KI-Systeme. KI-generierte Ergebnisse können Fehler, Ungenauigkeiten, Auslassungen oder inhaltlich unzutreffende Aussagen enthalten (z. B. fehlerhafte Aussprache, sinnentstellende Zusammenfassungen oder sachlich falsche Formulierungen). Der Nutzer ist verpflichtet, generierte Inhalte vor jeder Verwendung — insbesondere vor geschäftlicher, öffentlicher oder rechtlich relevanter Verwendung — selbst auf Richtigkeit und Eignung zu prüfen. Die Ergebnisse stellen keine Beratung dar.
- Der Anbieter schuldet keinen bestimmten inhaltlichen oder qualitativen Erfolg der Generierung, der über die auf der Website beschriebene Funktionalität hinausgeht.
person_add § 3 Registrierung und Nutzerkonto
- Die Nutzung des Dienstes setzt die Registrierung eines Nutzerkontos voraus. Die Registrierung ist nur unbeschränkt geschäftsfähigen natürlichen Personen sowie juristischen Personen und rechtsfähigen Personengesellschaften gestattet.
- Der Nutzer hat bei der Registrierung wahrheitsgemäße und vollständige Angaben zu machen und diese aktuell zu halten. Unternehmer haben sich bei der Registrierung als solche zu deklarieren, sofern dies im Registrierungsprozess vorgesehen ist.
- Die Zugangsdaten sind geheim zu halten und vor dem Zugriff Dritter zu schützen. Der Nutzer hat den Anbieter unverzüglich zu informieren, wenn Anhaltspunkte für einen Missbrauch des Kontos bestehen.
- Ein Nutzerkonto ist nicht übertragbar. Die Weitergabe von Zugangsdaten an Dritte außerhalb der eigenen Organisation des Nutzers ist untersagt.
- Es besteht kein Anspruch auf Registrierung. Der Anbieter kann Registrierungen ohne Angabe von Gründen ablehnen.
handshake § 4 Vertragsschluss
- Die Darstellung des Dienstes und der Tarife auf der Website stellt kein bindendes Angebot des Anbieters dar, sondern eine Aufforderung an den Nutzer, ein Angebot abzugeben.
- Mit dem Abschluss des Bestellvorgangs über die dafür vorgesehene Schaltfläche (z. B. „zahlungspflichtig bestellen“ bzw. eine gleichwertig eindeutige Beschriftung gemäß § 8 Abs 2 FAGG) gibt der Nutzer ein verbindliches Angebot auf Abschluss eines Vertrags über das gewählte Token-Paket ab.
- Der Vertrag kommt zustande, wenn der Anbieter die Bestellung per E-Mail bestätigt oder die Leistung freischaltet, je nachdem, was früher eintritt. Eine automatisierte Zugangsbestätigung der Bestellung stellt noch keine Annahme dar, sofern sie nicht ausdrücklich als Vertragsbestätigung bezeichnet ist.
- Der Vertragstext wird vom Anbieter gespeichert; der Nutzer erhält die Vertragsbestimmungen einschließlich dieser AGB auf einem dauerhaften Datenträger (E-Mail) gemäß § 7 Abs 3 FAGG.
- Vertragssprache ist Deutsch.
redeem § 5 Free Trial (kostenloses Testguthaben)
- Neu registrierte Nutzer erhalten einmalig ein kostenloses Testguthaben von 25 Tokens („Free Trial“).
- Trial-Tokens verfallen 14 Tage nach Gutschrift, ohne dass ein Anspruch auf Ersatz, Verlängerung oder Auszahlung besteht.
- Im Free Trial generierte Präsentationen werden mit einem Wasserzeichen versehen. Eine Entfernung des Wasserzeichens ist nicht vorgesehen; die Nutzung mit Wasserzeichen ist zulässig.
- Der Free Trial ist pro Person bzw. Unternehmen nur einmal zulässig. Mehrfachregistrierungen zur wiederholten Inanspruchnahme des Free Trial sind untersagt und berechtigen den Anbieter zur Sperre der betreffenden Konten.
- Aus dem Free Trial entsteht keine Zahlungspflicht und keine automatische Verpflichtung zum Kauf weiterer Tokens.
toll § 6 Token-System
- Die Nutzung des Dienstes erfolgt über ein Guthabensystem („Tokens“). Schlägt eine Generierung aus Gründen fehl, die in der Sphäre des Anbieters liegen (technischer Fehler des Dienstes), wird der verbrauchte Token wieder gutgeschrieben.
- Es gibt zwei Arten von Tokens:
- Nachkauf-Tokens: einzeln bzw. in Paketen zugekaufte Tokens (§ 7);
- Trial-Tokens: kostenloses Testguthaben (§ 5).
- Nachkauf-Tokens verfallen nicht, solange das Nutzerkonto besteht. Bei Beendigung des Nutzerkontos gilt § 8 Abs 2.
- Tokens werden in folgender Reihenfolge verbraucht: zuerst Trial-Tokens, danach Nachkauf-Tokens (älteste zuerst).
- Tokens sind an das Nutzerkonto gebunden, nicht auf andere Konten übertragbar und — vorbehaltlich zwingender gesetzlicher Ansprüche, insbesondere des Rücktrittsrechts nach § 9 — nicht in Geld ablösbar.
payments § 7 Preise, Zahlung, Tarife
- Es gelten die zum Zeitpunkt der Bestellung auf der Website ausgewiesenen Preise. Derzeit geplante Tarife (die verbindlichen Preise ergeben sich stets aus der Website):
- Free Trial: kostenlos, 25 Tokens, Wasserzeichen, Verfall nach 14 Tagen;
- Nachkauf-Pakete: 100 Tokens um 9,90 €.
- Die Zahlung erfolgt über die im Bestellvorgang angebotenen Zahlungsmittel des eingesetzten Zahlungsdienstleisters Stripe. Nachkauf-Pakete sind sofort mit Bestellung fällig.
- Bei Fehlschlagen der Zahlung kann der Anbieter die Freischaltung der bestellten Tokens bis zum Zahlungseingang verweigern. Gesetzliche Verzugszinsen und der Ersatz notwendiger Mahn- und Inkassokosten im gesetzlichen Rahmen (§ 1333 ABGB) bleiben unberührt.
- Preisänderungen für künftige Bestellungen werden auf der Website ausgewiesen und gelten nicht rückwirkend für bereits erworbene Token-Pakete.
event_repeat § 8 Beendigung des Nutzerkontos
- Der Nutzer kann sein Nutzerkonto jederzeit selbst löschen. Die Löschung erfolgt über die dafür vorgesehene Funktion in den Kontoeinstellungen der Web-App; alternativ kann der Nutzer die Löschung per E-Mail an kontakt@automagisch.at verlangen. Eine anteilige Rückerstattung für bereits erworbene, noch nicht verbrauchte Tokens erfolgt nicht, unbeschadet des Rücktrittsrechts nach § 9 und zwingender gesetzlicher Ansprüche.
- Vor Abschluss der Löschung über die Funktion in der Web-App wird der Nutzer auf ein bestehendes, noch nicht verbrauchtes Token-Guthaben hingewiesen und muss die Löschung ausdrücklich bestätigen. Mit der Löschung des Kontos — sei es durch den Nutzer selbst oder durch berechtigte Kündigung des Anbieters wegen einer vom Nutzer zu vertretenden schwerwiegenden Vertragsverletzung — verfallen sämtliche zu diesem Zeitpunkt noch nicht verbrauchten Tokens ersatzlos. Zwingende gesetzliche Ansprüche von Verbrauchern bleiben unberührt.
- Der Anbieter kann das Nutzerverhältnis aus wichtigem Grund außerordentlich und fristlos beenden. Ein wichtiger Grund liegt insbesondere vor bei schwerwiegenden oder wiederholten Verstößen des Nutzers gegen § 11 (Pflichten des Nutzers) trotz Abmahnung.
undo § 9 Rücktrittsrecht für Verbraucher (FAGG)
Dieser § 9 gilt nur für Nutzer, die Verbraucher im Sinne des § 1 KSchG sind.
- Verbraucher haben das Recht, von einem im Fernabsatz geschlossenen Vertrag binnen 14 Tagen ohne Angabe von Gründen zurückzutreten (§ 11 FAGG). Die Rücktrittsfrist beginnt mit dem Tag des Vertragsabschlusses.
- Um das Rücktrittsrecht auszuüben, genügt eine eindeutige Erklärung (z. B. E-Mail an kontakt@automagisch.at oder Brief an die oben genannte Anschrift). Der Verbraucher kann dafür das Muster-Widerrufsformular in der Anlage zu diesen AGB verwenden; dies ist jedoch nicht verpflichtend. Zur Wahrung der Frist genügt die Absendung der Rücktrittserklärung innerhalb der Frist.
- Folgen des Rücktritts: Tritt der Verbraucher zurück, erstattet der Anbieter alle erhaltenen Zahlungen unverzüglich, spätestens binnen 14 Tagen ab Zugang der Rücktrittserklärung, unter Verwendung desselben Zahlungsmittels, das der Verbraucher eingesetzt hat, sofern nicht ausdrücklich etwas anderes vereinbart wurde.
- Vorzeitiger Beginn der Leistung (digitale Dienstleistungen): Verlangt der Verbraucher ausdrücklich, dass der Anbieter bereits vor Ablauf der Rücktrittsfrist mit der Leistungserbringung beginnt (d. h. sofortige Freischaltung des Dienstes und der erworbenen Tokens), und tritt der Verbraucher danach zurück, hat er dem Anbieter gemäß § 16 FAGG einen anteiligen Betrag für die bis zum Rücktritt bereits erbrachten Leistungen zu zahlen. Als bereits erbrachte Leistung gilt insbesondere jede bis zum Rücktritt durchgeführte Generierung, bewertet anteilig nach dem Verhältnis der verbrauchten Tokens zum Token-Kontingent des erworbenen Pakets. Das Rücktrittsrecht erlischt zur Gänze, wenn die Dienstleistung vollständig erbracht wurde und der Anbieter die Erbringung nur nach ausdrücklichem Verlangen des Verbrauchers und dessen Bestätigung der Kenntnis vom Verlust des Rücktrittsrechts bei vollständiger Vertragserfüllung begonnen hat (§ 18 Abs 1 Z 1 FAGG).
- Erklärung im Bestellvorgang: Vor der Freischaltung aktiviert der Verbraucher im Bestellvorgang eine gesondert anzuhakende, nicht vorausgewählte Checkbox mit folgendem Wortlaut:
„Ich verlange ausdrücklich, dass mit der Leistungserbringung vor Ablauf der 14-tägigen Rücktrittsfrist begonnen wird. Ich nehme zur Kenntnis, dass ich mein Rücktrittsrecht (§ 11 FAGG) bei vollständiger Vertragserfüllung verliere und bei einem Rücktritt vor vollständiger Erfüllung ein anteiliges Entgelt zu zahlen habe (§ 16 FAGG).“
Ohne Aktivierung dieser Checkbox wird der Zugang erst nach Ablauf der Rücktrittsfrist freigeschaltet. Der Anbieter stellt dem Verbraucher eine Bestätigung dieser Erklärung auf einem dauerhaften Datenträger zur Verfügung (§ 7 Abs 3 FAGG).
- Für den kostenlosen Free Trial besteht mangels Zahlungsverpflichtung kein Rückerstattungsanspruch; das gesetzliche Rücktrittsrecht bleibt davon unberührt.
copyright § 10 Nutzungsrechte
- Hochgeladene Inhalte: Der Nutzer behält alle Rechte an den von ihm hochgeladenen PPTX-Dateien und deren Inhalten. Der Nutzer räumt dem Anbieter das nicht ausschließliche, weltweite, auf die Dauer des Nutzungsverhältnisses beschränkte Recht ein, die hochgeladenen Inhalte ausschließlich zum Zweck der Erbringung der vertraglichen Leistung zu vervielfältigen, technisch zu verarbeiten und zu speichern (einschließlich der dafür erforderlichen Verarbeitung durch eingesetzte Unterauftragnehmer, z. B. Hosting- und KI-Dienstleister). Eine darüber hinausgehende Nutzung, insbesondere ein Training eigener KI-Modelle mit Nutzerinhalten, erfolgt nicht.
- Generierte Inhalte: Der Nutzer erhält an den für ihn generierten Ergebnissen ein zeitlich unbeschränktes, nicht ausschließliches, übertragbares Recht zur Nutzung für eigene Zwecke, einschließlich kommerzieller Zwecke. Im Free Trial generierte Ergebnisse dürfen nur mit dem enthaltenen Wasserzeichen genutzt werden.
- Der Anbieter übernimmt keine Gewähr dafür, dass an KI-generierten Ergebnissen urheberrechtlicher Schutz entsteht oder dass generierte Ergebnisse frei von Rechten Dritter sind, soweit diese Rechte aus den vom Nutzer hochgeladenen Inhalten stammen.
- Alle Rechte an der Software, der Website und den Systemen des Anbieters verbleiben beim Anbieter bzw. dessen Lizenzgebern.
rule § 11 Pflichten des Nutzers
- Der Nutzer sichert zu, dass er an den hochgeladenen Dateien alle erforderlichen Rechte (insbesondere Urheber-, Leistungsschutz-, Marken- und Persönlichkeitsrechte) hält oder über entsprechende Einwilligungen bzw. Lizenzen verfügt, um sie zum Zweck der Generierung verarbeiten zu lassen.
- Untersagt ist insbesondere das Hochladen und Generieren von Inhalten, die
- gegen geltendes Recht verstoßen (u. a. strafrechtliche Bestimmungen, Verbotsgesetz, Urheberrecht, Datenschutzrecht, Persönlichkeitsrechte, Wettbewerbsrecht);
- Rechte Dritter verletzen;
- Schadsoftware enthalten oder die Sicherheit, Integrität oder Verfügbarkeit des Dienstes beeinträchtigen können.
- Untersagt sind ferner: die Umgehung technischer Beschränkungen (einschließlich des Wasserzeichens im Free Trial), automatisierter Massenzugriff außerhalb der vorgesehenen Funktionen, Reverse Engineering (soweit gesetzlich nicht zwingend erlaubt, vgl. § 40e UrhG) sowie die Weitervermietung oder das Anbieten des Dienstes als eigene Leistung an Dritte ohne gesonderte Vereinbarung.
- Bei begründetem Verdacht auf Verstöße kann der Anbieter betroffene Inhalte sperren oder löschen und — nach erfolgloser Abmahnung, bei schwerwiegenden Verstößen auch sofort — das Konto sperren. Der Anbieter wird den Nutzer über Sperren unter Angabe der Gründe informieren, soweit dem keine rechtlichen Gründe entgegenstehen.
- Der Nutzer hält den Anbieter hinsichtlich aller Ansprüche Dritter schad- und klaglos, die aus einer schuldhaften Verletzung der Pflichten nach diesem § 11 durch den Nutzer entstehen, einschließlich der angemessenen Kosten der Rechtsverteidigung. Gegenüber Verbrauchern gilt dies nur bei Verschulden und im Rahmen der gesetzlichen Schadenersatzregeln.
- Der Nutzer ist für die Sicherung seiner hochgeladenen Originaldateien selbst verantwortlich; der Dienst ist kein Archivierungs- oder Backup-Dienst.
verified § 12 Verfügbarkeit; Gewährleistung
- Der Anbieter erbringt den Dienst mit angemessener Sorgfalt nach dem Stand der Technik. Der Anbieter bemüht sich um eine hohe Verfügbarkeit, schuldet jedoch keine ununterbrochene Verfügbarkeit. Von der Verfügbarkeit ausgenommen sind insbesondere angekündigte Wartungsfenster, Ausfälle aufgrund höherer Gewalt sowie Störungen, die außerhalb des Einflussbereichs des Anbieters liegen (z. B. Ausfälle vorgelagerter KI- oder Infrastrukturanbieter).
- Es gelten die gesetzlichen Gewährleistungsregeln. Gegenüber Verbrauchern gilt für die Bereitstellung digitaler Leistungen das Verbrauchergewährleistungsgesetz (VGG), einschließlich der Pflicht des Anbieters, während des Bereitstellungszeitraums die für die Mangelfreiheit erforderlichen Aktualisierungen bereitzustellen (§ 7 VGG).
- Gegenüber Unternehmern gilt: Es bleibt bei der gesetzlichen Gewährleistungsfrist; die Beweislastumkehr des § 924 ABGB ist ausgeschlossen; Mängel sind binnen angemessener Frist nach Entdeckung schriftlich zu rügen (§ 377 UGB gilt sinngemäß).
- Keine Gewährleistung besteht für Mängel, die auf vom Nutzer bereitgestellte fehlerhafte Dateien, unsachgemäße Nutzung oder Eingriffe des Nutzers zurückzuführen sind.
balance § 13 Haftung
- Der Anbieter haftet unbeschränkt für Schäden aus der Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit sowie für Schäden, die auf Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit beruhen.
- Bei leichter Fahrlässigkeit haftet der Anbieter — außer für Personenschäden — nicht. Gegenüber Unternehmern ist die Haftung bei leichter und grober Fahrlässigkeit zudem der Höhe nach auf die vom Nutzer in den letzten 12 Monaten vor dem schädigenden Ereignis gezahlten Entgelte begrenzt und die Haftung für entgangenen Gewinn, mittelbare Schäden, Folgeschäden und Datenverlust ausgeschlossen; dies gilt nicht bei Vorsatz.
- Gegenüber Verbrauchern gelten die Haftungsbeschränkungen nur insoweit, als sie nach § 6 Abs 1 Z 9 KSchG zulässig sind; die Haftung für Personenschäden sowie für vorsätzlich oder grob fahrlässig verursachte Schäden wird gegenüber Verbrauchern nicht ausgeschlossen oder beschränkt.
- Der Anbieter haftet nicht für die inhaltliche Richtigkeit, Vollständigkeit oder Eignung KI-generierter Ergebnisse für einen bestimmten Zweck (§ 2 Abs 4); die Prüfpflicht liegt beim Nutzer. Zwingende gesetzliche Haftung bleibt unberührt.
- Zwingende gesetzliche Haftungstatbestände (insbesondere nach dem Produkthaftungsgesetz) bleiben unberührt.
privacy_tip § 14 Datenschutz
Der Anbieter verarbeitet personenbezogene Daten gemäß der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) und dem österreichischen Datenschutzgesetz (DSG). Einzelheiten — insbesondere zu eingesetzten Auftragsverarbeitern (Hosting, Zahlungsabwicklung, KI-Verarbeitung), Speicherdauern und Betroffenenrechten — sind der Datenschutzerklärung zu entnehmen.
edit_document § 15 Änderungen der AGB
- Der Anbieter kann diese AGB ändern, soweit dies aufgrund geänderter rechtlicher oder technischer Rahmenbedingungen, Änderungen der Rechtsprechung, Weiterentwicklung des Dienstes oder zur Schließung von Regelungslücken sachlich gerechtfertigt ist und die Änderung dem Nutzer zumutbar ist. Änderungen der Hauptleistungspflichten (Leistungsumfang und Entgelt) zulasten des Nutzers sind auf diesem Weg nicht möglich und bedürfen einer ausdrücklichen Zustimmung; sie wirken zudem stets nur für künftige Bestellungen, nicht rückwirkend auf bereits erworbene Tokens.
- Änderungen, die das laufende Nutzerkonto betreffen (z. B. Regelungen zu Nutzungsrechten, Pflichten des Nutzers oder Haftung), werden dem Nutzer mindestens zwei Monate vor Wirksamwerden per E-Mail an die hinterlegte Adresse angekündigt. Widerspricht der Nutzer nicht bis zum Wirksamwerden, gelten die Änderungen als genehmigt, sofern der Anbieter in der Ankündigung auf die Bedeutung des Schweigens, die Widerspruchsmöglichkeit und die Frist ausdrücklich hingewiesen hat (vgl. § 6 Abs 1 Z 2 KSchG). Widerspricht der Nutzer, gelten für sein bestehendes Nutzerkonto die bisherigen Bedingungen weiter; der Anbieter kann das Nutzerverhältnis in diesem Fall unter den Voraussetzungen des § 8 Abs 3 beenden.
- Verbraucher können bei einer Änderungsankündigung ihr Nutzerkonto stets kostenfrei zum Wirksamwerden der Änderung löschen; darauf wird in der Ankündigung hingewiesen.
forum § 16 Verbraucherstreitbeilegung
- Der Anbieter ist nicht verpflichtet und derzeit nicht bereit, an Verfahren zur alternativen Streitbeilegung vor einer Verbraucherschlichtungsstelle im Sinne des Alternative-Streitbeilegung-Gesetzes (AStG) teilzunehmen.
- Beschwerden können jederzeit an kontakt@automagisch.at gerichtet werden; der Anbieter bemüht sich um einvernehmliche Lösungen.
gavel § 17 Schlussbestimmungen
- Es gilt österreichisches Recht unter Ausschluss des UN-Kaufrechts (CISG) und der Verweisungsnormen des internationalen Privatrechts. Gegenüber Verbrauchern mit gewöhnlichem Aufenthalt in einem anderen Staat gilt diese Rechtswahl nur insoweit, als ihnen dadurch nicht der Schutz zwingender Bestimmungen des Rechts ihres Aufenthaltsstaates entzogen wird (Art 6 Abs 2 Rom-I-VO).
- Gerichtsstand für Verträge mit Unternehmern ist das sachlich zuständige Gericht in Wien Liesing. Für Klagen gegen Verbraucher gilt der gesetzliche Gerichtsstand (§ 14 KSchG).
- Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt. Gegenüber Verbrauchern tritt an die Stelle der unwirksamen Bestimmung die gesetzliche Regelung; eine geltungserhaltende Reduktion findet im Verbrauchergeschäft nicht statt.
- Der Anbieter kann Rechte und Pflichten aus dem Vertrag nur mit Zustimmung des Nutzers auf einen Rechtsnachfolger übertragen; die Zustimmung darf nur aus wichtigem Grund verweigert werden. Gegenüber Verbrauchern bedarf eine Vertragsübernahme stets deren Zustimmung.
attach_file Anlage: Muster-Widerrufsformular (für Verbraucher)
(Wenn Sie den Vertrag widerrufen wollen, füllen Sie bitte dieses Formular aus und senden Sie es zurück — die Verwendung ist freiwillig.)
An: automagisch, Carlbergergasse 105/4/58, 1230 Wien — E-Mail: kontakt@automagisch.at
Hiermit widerrufe(n) ich/wir (*) den von mir/uns (*) abgeschlossenen Vertrag über die Erbringung der folgenden Dienstleistung: ______________________
Bestellt am (*)/erhalten am (*): ______________________
Name des/der Verbraucher(s): ______________________
Anschrift des/der Verbraucher(s): ______________________
Unterschrift (nur bei Mitteilung auf Papier): ______________________
Datum: ______________________
(*) Unzutreffendes streichen.